Neues Elternsprechzimmer

Von Ursula Teltscher-Hornung und Martin Esser

Was lange währt, …

Bis zum Schuljahr 2002/2003 fanden Gespräche zwischen Eltern und Lehrer-/innen meist „äußerst diskret“ in der Sitzgruppe direkt neben dem Eingang zum Verwaltungstrakt statt.

Diesen unbefriedigenden Zustand zu ändern war nicht nur ein Anliegen der Eltern, sondern vor allem auch des damaligen Rektors Herrn Kern und so entstand die Idee, ein Elternsprechzimmer einzurichten. Einziger, damals verfügbarer Raum war ein kleines Zimmer im zweiten Stockwerk – hell, jedoch nicht beheizbar.

Mit einem begrenzten finanziellen Beitrag aus der Schulkasse wurde ein Teppichboden verlegt, die Wände gestrichen und mit Schülerarbeiten aufgepeppt, sowie ein Glastisch mit vier Stühlen angeschafft. Alles sollte freundlich wirken!

Leider war die Schönheit nur von kurzer Dauer: zum einen war der Raum „Vorzimmer“ zum Bereich des Schülerradios und wir hatten bis dahin nicht so richtig realisiert, wie viel Schmutz doch an Schuhen haften kann und Getränke und Speisen auch in jungen Jahren nicht immer unfallfrei transportiert werden können. Zum anderen wurde er ebenfalls zur Teamarbeit der Schüler zweckentfremdet.

Außerdem waren dessen Wände erstaunlich hellhörig und das Fehlen der Heizung machte Gespräche im Winter eher zu einer frostigen Erfahrung. Und nicht zuletzt war die Entfernung vom Lehrerzimmer im betriebsamen Alltag zu groß – kurzum, der Raum erwies sich als doch nicht so geeignet.

Daher suchten wir nach einer Lösung und schon bald fielen unsere begehrlichen Blicke auf einen zentral neben dem Lehrerzimmer gelegenen Raum. Ein „kleines“ Problem gab es: er diente den Reinigungskräften als Refugium, galt daher als absolut unantastbar und jeglicher Eroberungsversuch schien zum Scheitern verurteilt. Hinzu kam die Tatsache, dass wir in dieser Angelegenheit eine scharfe Konkurrenz hatten: das Lehrerkollegium, welches unter notorischem Platzmangel leidet.

Die Lage schien somit für uns vollkommen aussichtslos! Doch im Frühsommer 2013 kam die entscheidende Idee, die eine Lösung in greifbare Nähe rücken lies: die Reinigungskräfte könnten doch in den dann frisch renovierten Raum im zweiten Stockwerk umziehen und das neue Elternsprechzimmer könnte in den Zeiten, in denen keine Elterngespräche stattfinden, von Lehrkräften als Stillarbeitsraum genutzt werden! Eine Situation, von der alle Beteiligten profitieren würden.

Mit diesem Ziel vor Augen ergaben sich einige Fragen, die noch zu klären waren: genügt das alte Elternsprechzimmer überhaupt den rechtlichen Anforderungen für Sozialräume, welche Wünsche stellen die Lehrkräfte und wäre die Stadt bereit, den Raum mit einer effektiven Schallisolierung zu versehen?

Den nun folgenden Teil der Geschichte überspringen wir höflich und freuen uns, dass das neue Elternsprechzimmer am 27. November 2013 offiziell seiner Bestimmung übergeben werden konnte.