Porträt der Elternbeiratsvorsitzenden

Veröffentlicht am 26. Februar 2018 von Anke Lüdde

Claudia Bartsch ist Reiseverkehrskauffrau und kann schon auf einige Jahre Erfahrung als aktives Mitglied in der Elternvertretung am Schickhardt-Gymnasium zurückblicken. Eines ihrer drei Kinder hat bereits im vergangenen Jahr sein Abitur am SGH abgelegt, die anderen beiden Kinder sind zur Zeit in Klasse 9 und in der J1. Sie ist seit Beginn der Schulzeit ihrer Kinder am SGH im Elternbeirat tätig. Zur Zeit ist sie Elternvertreter in der Klasse 9c.

Steffen Uhlig ist Software-Ingenieur, eines seiner zwei Kinder besucht die 7c am Schickhardt-Gymnasium und in dieser Klasse ist Steffen als Elternvertreter aktiv. Auch Steffen ist seit Beginn der Schulzeit seines Kindes am SGH im Elternbeirat.

Warum seid ihr Elternvertreter?

Claudia:

Seit Beginn der Schulzeit meines ersten Kindes bin ich Elternvertreter. Für mich ist ein aktives Einbringen in das Schulleben selbstverständlich. Nur so kann ich in einem guten Dialog zwischen Eltern, Lehrern und den Schülern die Schulzeit mit gestalten.

In meiner Zeit als Elternbeirat habe ich viele kreative, nette und interessante Menschen kennengelernt und bei einigen Projekte am SGH mit gearbeitet. Die Ergebnisse sind dann immer eine Bereicherung und machen Lust auf mehr.

Steffen:

Unser erster Elternabend in der fünften Klasse begann mit einer Brandrede der Klassenlehrer, die davon sprachen, noch nie eine so laute und unruhige Klasse erlebt zu haben. Da dachte ich mir: „Jetzt braucht dich dein Sohn, nicht irgendwann einmal.“

Der beste Weg, um die Situation zu verbessern, schien mir die Förderung der Zusammenarbeit von Lehrern, Eltern und Schülern zu sein. Das war vor zwei Jahren meine Motivation, Elternvertreter zu werden, und seitdem bin ich dabei.

Was ist euch an Mitbestimmung wichtig?

Steffen:

Alle an der Erziehung Beteiligten haben ihre eigene Auffassung, was notwendig und förderlich für die Kinder und Jugendlichen ist. Mitbestimmung heißt für mich, daß sich Schule, Eltern und Schüler über ihre Ziele austauschen, jeder seine Sichtweise (auch mit einer gewissen Kompromissbereitschaft) vertritt und alle so zu einem gemeinsamen Ziel kommen, an dem wir alle zusammen arbeiten können.

Konkret bedeutet das für mich auch, daß der Elternbeirat von Claudia Bartsch und mir gleichberechtigt vertreten wird, weil wir zusammen eine größere Bandbreite an Meinungen und Herangehensweisen repräsentieren.

Claudia:

Ich schließe mich den Worten von Steffen an.

Was seht ihr als größte Herausforderung als Elternbeiratsvorsitzende?

Steffen:

Der Elternbeirat ist ein wichtiges Gremium, das in der Vergangenheit eine großartige Arbeit geleistet hat. Die etablierten Arbeitskreise (AK) wie Berufsorientierung, Elternkasse oder Verkehr weiter zu unterstützen ist eine inhaltliche und nicht zuletzt auch zeitliche Herausforderung, der ich mich gerne stelle. Auch im AK Internet, den ich bisher geleitet habe, ist mir die reibungslose Fortführung der Arbeit wichtig.

Gleichzeitig gibt es neue Themen wie den AK Mensa, der die Qualität von Essen und Service verbessern möchte. Dieser schulübergreifende Arbeitskreis hat die Arbeit gerade aufgenommen und bearbeitet ein wichtiges Anliegen der Eltern.

Nicht zuletzt muß auch die Organisation der Elternarbeit weiterentwickelt werden. Große Arbeitskreise mit langfristiger Bindung werden zunehmend ergänzt durch kurzfristige Kampagnen. Hier können sich auch Eltern einbringen, die eher spontanes Engagement bevorzugen.

Claudia:

Es ist wichtig, dass die Elternarbeit sich immer weiterentwickelt und die angefangenen Projekte unserer Vorgänger fortgeführt werden. Die Herausforderung stellen für mich die Themen, die die Eltern beschäftigen und die sich automatisch aus dem Schulalltag ergeben dar.

Hier ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit wichtig.

Habt ihr konkrete Ziele für eure Arbeit als EB Vorsitz?

Steffen:

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Schule war bisher eine wichtige Stütze der Elternarbeit. Für die bevorstehende Übergabe der Schulleitung von Herrn Drocur an einen Nachfolger/in habe ich mir vorgenommen, möglichst schnell eine genauso positive und progressive Arbeitsatmosphäre zu schaffen wie bisher und so den Einfluß der Elternschaft zu erhalten und auszubauen.

Wie in der restlichen Arbeitswelt ist der Schulalltag zunehmend von Computern, Handys und Internet geprägt. Ich setze mich dafür ein, die positiven Wirkungen der Digitalisierung zu nutzen und gleichzeitig die praktischen Probleme wie Ausstattung der Schule, Datenschutz oder Nutzungsregeln in Kooperation mit Schülern, Lehrern und Eltern zu lösen.

Claudia:

Bezüglich der Zusammenarbeit mit der Schule decken sich meine Vorstellungen und Ziele mit denen von Steffen.

Gemeinsam mit interessierten und engagierten Eltern möchte ich den Lebensraum Schule erhalten und weiter gestalten. Die neuen Stellwände, Stehtische und Sitzgelegenheiten in der Pausenhalle und im Eingangsbereich müssen gepflegt werden und Ideen weiterentwickelt werden.